Schulen müssen besser mit Handwerk kooperieren

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Junge Union und Mittelstandsunion fordern intensivere Einbeziehung des Handwerks bei der Berufsorientierung und eine Stärkung der berufsbildenden Schulen im ländlichen Raum.

Die beiden CDU-Politiker Christian Fühner und Holger Bormann wollen sich stärker für eine gute Berufsorientierung einsetzen und fordern deshalb eine engere Kooperation des Handwerks mit den niedersächsischen Schulen. „Die Zukunft des Handwerks hängt vor allem von der Bildungspolitik ab. Eine gute Berufsorientierung muss Zeit und Raum geben, um seine Interessen und Fertigkeiten zu entdecken. Die Umsetzung praxisnaher und guter Berufsorientierung funktioniert in Niedersachsen leider viel zu selten“, stellt Christian Fühner fest.

Weiter macht Christian Fühner als Vorsitzender der Jungen Union in Niedersachsen (JU) deutlich: „Wenn wir immer noch knapp 30 % Abbrecher-Quoten an den Universitäten und im dualen Ausbildungssystem haben, dann liegt es auf der Hand, dass sehr viele junge Menschen am Ende ihrer Schulzeit nicht wissen, welchen Weg sie einschlagen wollen und welcher Berufszweig der richtige ist.“

Holger Bormann, Vorsitzender der Mittelstandsunion in Niedersachsen (MIT), sorgt sich ebenfalls um die künftige Fachkräfteausbildung und fordert eine bessere Berufsorientierung. „Es gibt in einigen Regionen des Landes hervorragende Kooperationen zwischen Wirtschaft, allgemeinbildenden Schulen und den berufsbildenden Schulen. Diese guten Modelle sollten auf das ganze Land ausgeweitet werden, damit die hohe Zahl der Abbrecher bald der Vergangenheit angehört“, betont der MIT-Chef. Weiter fordern die beiden Politiker mehr Unterstützung für die berufsbildenden Schulen. So sollen diese mehr Kompetenzen in der Berufsorientierung, bei der Einstellung von Personal und bei der Eingehung von Kooperationen erhalten.

Ebenso will die CDU sich für eine flächendeckende berufliche Bildung stark machen. Alleine auf das Regionalmanagement zu setzen, wie es SPD-Kultusminister Tonne macht, werde nicht ausreichen. Diese Politik würde aus Sicht von Bormann und Fühner dazu führen, dass ein breites Bildungsangebot nur in den größeren Städten vorgehalten wird. Auch die Berufsschulen im ländlichen Raum sind aus Sicht der CDU zu stärken. Dafür seien klare Absprachen zwischen Schulen und Kommunen nötig. Die Bilanz des Ministers Tonne im Bereich der beruflichen Bildung sei ernüchternd. „Tonne spielt auf Zeit und lässt damit ländliche Berufsschulen ausbluten. Jahr für Jahr gehen Bildungsgänge so verloren“, kritisieren die beiden Christdemokraten.