Skaterpark im Regenrückhaltebecken ?

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Unkonventionelle und innovative Ideen für lange nicht verwirklichte Projekt sind gerade in Wahlkampfzeiten sicherlich sehr populär. Dennoch sollten sie aber auch eine gewisse Chance auf Realisierung mitbringen, um den davon Profitierenden nicht falsche Hoffnungen zu suggerieren.

 Mit erheblicher Skepsis hab ich den Vorschlag am vergangenen Wochenende in den Zeitungen vernommen, zu prüfen, inwieweit Regenrückhaltebecken zusätzlich als Skateranlagen genutzt werden können. Aus meiner langjährigen Erfahrung als Leiter einer kommunalen Bauverwaltung kann ich sagen, die Chance wird nur sehr gering sein. Da es sich bei einem solchen Becken um ein technisches Bauwerk mit entsprechender aufwendiger Planung und anschließender Genehmigung handelt.

Auch der Eigentümer der Fläche müsste einem solchen Vorhaben zustimmen. Rückhaltebecken gehören in der Regel dem Wasserverband Weddel-Lehre. Ein Anruf beim Verband – und auch da ist mir versichert wurden, dass eine solche Maßnahme mit dem Verband so nicht infrage kommt und auch entgegen dem Zeitungsartikel nicht vorbesprochen wurde. Da neben der Funktionalität des Beckens sich sicherlich auch erhebliche Fragestellungen hinsichtlich des Versicherungsschutzes und der Verkehrssicherung stellen.

Vor rund 12 Jahren hat der damalige Bürgermeister Günter Eichenlaub erste Gespräche mit dem Verein KickFlip Cremlingen e.V. begonnen. Viele Treffen haben stattgefunden und von vielen Seiten aus der Politik musste er sich nach eigener Auskunft anhören, er würde nicht in der Lage sein, ein entsprechendes Grundstück zu finden und das Projekt damit nicht vorantreiben. Nach jetzt 10 Jahren SPD Verantwortung im Gemeinderat und 7 Jahren nach Bürgermeister Eichenlaub, ist bis dato eine Realisierung in naher Zukunft nicht zu sehen. Entsprechende Planungen gab es immer wieder, eine Umsetzung dieser Maßnahme allerdings nicht.

Um eine Stelle aus dem Artikel aufzugreifen, „Wir sind an einem Punkt, wo nicht nur geredet werden soll, sondern auch mal geliefert werden muss“, dann sollten sich alle Beteiligten an einem Tisch treffen und wirklich realistische Ansätze planen. Nach 12 Jahren wird es dann wirklich Zeit –ich bin gern dabei

Beste Grüße
Tobias Breske
(Bürgermeisterkandidat für die Gemeinde Cremlingen)