SPD-Cremlingen informiert über Infektionsschutzampeln in Schulen

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Pressemeldung der SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Cremlingen

04. Januar 2022

Cremlingen: Neuartige Infektionsschutzampeln in Schulen

Die Gemeinde Cremlingen nimmt an einem Modellversuch teil und testet seit November 2021 schon insgesamt 38 Infektionsschutzampeln der Firma Fabmaker GmbH in Kooperation mit der Technischen Universität Braunschweig und kommt somit der Forderung der Politik nach einem verbesserten Infektionsschutz in Schulen nach.

Aerosolpartikel aus der Atemluft und deren Ausbreitung im Raum spielen für die Verbreitung von Viren eine entscheidende Rolle. Die Klassenräume der Grundschulen in der Gemeinde Cremlingen haben gute Lüftungsmöglichkeiten durch weit zu öffnende Fensterflügel. Nach Aussage des Umweltbundesamtes (Stand Juli 2021) ist der Einsatz mobiler Luftreinigungsgeräte nicht notwendig, wenn der Luftaustausch durch regelmäßiges Lüften gewährleistet ist. So steht es auch in der Beratungsvorlage der Verwaltung der Gemeinde Cremlingen geschrieben.

Passgenaue Lüftungsintervalle dank einer individuellen Auswertung der Raumluft! Die Gemeinde Cremlingen hat seit Anfang November insgesamt 38 Infektionsschutzampeln an den Grundschulen installieren lassen. Mit den Geräten ausgestattet wurden die drei Grundschulen: Sandbachschule OGS Schandelah, OGS Destedt, und die Erich-Kästner-Schule OGS Weddel. Auf Mietkaufbasis betragen die Kosten rund 19.100 Euro für dieses Schuljahr und werden durch die Gemeinde Cremlingen getragen; das Land Niedersachsen übernimmt davon jedoch 9.398,11 €, als einmalige Zuwendung entsprechend der „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von technischen Maßnahmen zum infektionsschutzgerechten Lüften an Schulen“.

Die Technik

Die neuen Infektionsschutzampeln erfassen die Raumgröße, die Anzahl der darin befindlichen Personen, den CO2-Gehalt, die Temperatur, die Anzahl der Fenster, die Luftfeuchtigkeit sowie die Lautstärke in einem Raum. Diese Werte werden über einen Algorithmus verarbeitet, woraus sich eine objektive Bewertung der Raumbelüftung und des Lüftungsverhaltens, das daraus resultierende jeweilige Infektionsrisiko, der maximalen Personenanzahl in einem Raum nach dem Infektionsschutzes sowie Informationen zur Behaglichkeit ergeben.

Bei einer gemeinsamen Sitzung des Bauausschusses mit den Schulleitungen im vergangenen Jahr stellte Prof. Dr. Meinhard Schilling von der Technische Universität Braunschweig das System vor und stand für Fragen zur Verfügung.

Prof. Dr. Schilling betonte: „Nur mit vorbeugendem Infektionsschutz werden wir in diesem Winter flächendeckende Schulschließungen vermeiden können. Dazu tragen wir mit der Infektionsschutzampel bei und versuchen in unserer Studie gemeinsam mit den Epidemiologen die wirksamsten Maßnahmen für sichere Schulen in der Pandemie zu identifizieren.“

Bauausschussmitglied und jetziger Vorsitzender des Bau- und Mobilitätsausschusses Burkhard Wittberg, erklärt dazu; „Infektionsschutzampeln unterstützen Einrichtungen beim passgenauen Lüften, welches nach wie vor ein zentraler Baustein der Infektionsprävention ist. Gern nehmen wir daher an dem Modellversuch der Firma Fabmaker und der Technischen Universität Braunschweig teil. Es geht um die gesundheitliche Sicherheit unserer Kinder und den Lehrkräften an den Schulen. Diese werde durch die Ampeln verbessert, weshalb die SPD-Fraktion die Anschaffung befürwortete und dieses Projekt unterstützt“.

Wittberg ergänzt weiter: „Diese Lösung ist ein ganz wichtiger Baustein, um das Infektionsgeschehen in Schulen einzudämmen. Sie liefert zuverlässige Informationen auf Datenbasis und lässt eine situative Bewertung der Räume zu. Dadurch können mit „airooom“ [Bezeichnung der Infektionsschutzampeln, Fa. Fabmaker] kritische Räume mit einer erhöhten Infektionswahrscheinlichkeit identifiziert werden.

Für die Sicherstellung der Richtigkeit der Daten übernimmt der Hersteller, die Firma Fabmaker GmbH die Installation der Infektionsschutzampeln, sowie die Aufnahme der nötigen baulichen Geometrien und das Nutzerverhalten.“

Fazit:

Mit der dynamischen Aerosolampel wird ein nachhaltiges und bedarfsgerechtes Lüften und daraus resultierend eine gesunde Raumluft gewährleistet.

Burkhard Wittberg, SPD-Fraktion abschließend dazu: „In Gesprächen mit Schule, Eltern und auch Schulkindern habe ich erfahren, dass die für alle sichtbaren Ampeln den Personen im Raum nicht nur ein positives Gefühl vermitteln auch ist dadurch ein harmonischerer Unterricht möglich. Gegenüber von Lüftungsgeräten haben sie den Vorteil, dass sie nicht vibrieren, keine Lautstärke verursachen, keine Luftfeuchtigkeit produzieren und wartungsarm sind. Im Laufe des Projekts ist vorgesehen, auch Geräuschemissionen abzubilden. Dies bietet einen zusätzlichen Vorteil für Schulräume. Aus den Forschungsergebnissen wird man dann weitere Bedarfe für die optimale Raumnutzung ableiten können.

Zum Schulstart im neuen Jahr nach den Weihnachtsferien ist es gerade jetzt bei den recht hohen Infektionszahlen wichtig, das die positiven Aspekte der Infektionsschutzampeln in den Schulen der Gemeinde Cremlingen für Schüler und Lehrkräfte wirksam sind. Als Großvater eines Schulkindes der Sandbachschule danke ich allen Unterstützern für diese Einrichtung.“

SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Cremlingen

Foto: Symbolfoto der Fa. Fabmaker GmbH, Braunschweig

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