Stabilität durch Digitalisierung, Photovoltaik und starke Eigenleistungen im Tiefbau

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Cremlingen, 15.12.22

Ergebnisse der WWL-Verbandsversammlung vom 13.12.2022

Auf der Verbandsversammlung des Wasserverbandes Weddel-Lehre (WWL) vermittelte
Geschäftsführer Ralf Johannes einen zuversichtlichen Blick auf das kommende Geschäftsjahr 2023. Folgende Pluspunkte stellte er in seinem Vortrag vor den Delegierten
heraus: „Die Versorgung ist zu stabilen Preisen gesichert, der Ausbau der Erneuerbaren Energien schreitet zügig voran und die Eigenleistungen im Tiefbau schaffen Unabhängigkeit und Schnelligkeit bei unseren Bauvorhaben“. Letzteres sei möglich, weil der
WWL als attraktiver Arbeitgeber neue Fachkräfte für seine Investitionen in das Verbandsgebiet gewinnen konnte. Verbandsvorsteher Detlef Kaatz wies darauf hin, dass
sich der WWL mit seinem von der BINGO-Umweltstiftung geförderten Schul-Projekt seit
2014 für nachhaltige Wasserwirtschaft und Bewusstseinsbildung einsetze.

Anhand der Statistik zur saisonalen Trinkwassernutzung zeigte Geschäftsführer Johannes auf,
dass eine nachhaltige Wassernutzung tatsächlich erfolgreich vermittelt werden kann. In den
Hochsommern 2021 und 2022 wurde nach Erkenntnissen des Verbandes umsichtiger mit der
wertvollen Ressource Wasser umgegangen. Vielen Kunden helfen hierbei die neu zum Einsatz
kommenden Ultraschallwasserzähler. Sie erleichtern die individuelle Steuerung des Verbrauchs. Innovative Technik hilft auch beim Einsparen großer Mengen an Energie. So werden
bereits jetzt viele Flächen, die sich im Eigentum des WWL befinden, für Photovoltaikanlagen
genutzt. Doch nicht nur das. Im kommendem Jahr stattet der WWL die erste Kläranlage des
Verbands mit einem faltbaren Solardach über dem Klärbecken aus. Ein derzeit noch einmaliges Projekt in Norddeutschland.

Die einzigen Preisanpassungen betreffen den Abwasserbereich und zwar für Kunden in den
Gemeinden Lehre und Cremlingen sowie in der Samtgemeinde Nord-Elm. Sie begründen sich
durch das neue Umsatzsteuergesetz, mit dem die Bundesregierung den EU-Vorgaben nachkommt. Für privatrechtliche Entgelte in der Schmutzwasserentsorgung und Niederschlagswasserbeseitigung werden die Entsorgungsleistungen ab dem 1.01.2023 umsatzsteuerpflichtig. Die Umsatzsteuer von 19% wird auf den entsprechenden Abwasser-Rechnungen und
in den Preisblättern ausgewiesen. Bei der haushaltsüblichen Zählergröße bis Q3 4 bleibt der
Entsorgungs-Grundpreis von 9,00 € brutto im Monat erhalten. Nur für größere Wasserzähler
erhöht sich der Grundbetrag. Des Weiteren werden die monatlichen Grundpreise für
Gartenzähler in Cremlingen und Lehre sowie im Bereich Nord-Elm von 0,50 €/Monat auf 1,19
€ brutto erhöht.

Preisanpassungen 2023 nur für Gartenzähler und Wasserzähler ab Q3 10

Ab dem 1.01.2023 erfolgt im Bereich Schmutzwasserentsorgung Cremlingen und Lehre eine
Anpassung der monatlichen Grundpreise für Wasserzähler ab Q3 10:
– Q3 10 bis Q3 16: von 36,00 €/Monat auf 45,00 € brutto (inkl. 19%Ust)
– Q3 25 bis Q3 63: von 128,00 €/Monat auf 160,00 € brutto (inkl. 19%Ust)
Monatlicher Grundpreis 2023 für Gartenzähler in Cremlingen und Lehre sowie im Bereich Nord-Elm: – Preisanpassung von 0,50 €/Monat auf 1,19 € brutto (inkl. 19%Ust