Stellungnahme der Verwaltung zu „Teure Notlösung bei Kindergartenneubau“ von der CDU/FDP/Haie – Die Mitte-Gruppe

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Cremlingen 14.02.2022

Der Rat der Gemeinde Cremlingen hat am 19. Dezember 2016 u. a. beschlossen, dass in der Ortschaft Cremlingen auf dem Grundstück des geplanten Begegnungszentrums eine Kindertagesstätte mit einer Krippengruppe und zwei Kindergartengruppen gebaut wird (siehe Vorlage X/016). Die Verwaltung wurde beauftragt zu prüfen, ob und ggf. wie die einzelnen Nutzungen für KiTa, Begegnungsbereich und Freizeitgestaltung (Skaten) auf dem Grundstück realisiert werden können. Der Bau der KiTa sollte prioritär umgesetzt werden.

Für die Beratungen in den Gremien der Gemeinde Cremlingen wurde die Vorlagen X-171 und X-171-1 erstellt und dem Bauausschuss in seiner Sitzung am 06.03.2018 vorgelegt.

Die damalige Planung für den KiTa-Neubau „Im Moorbusche“ hat eine flexible Erweiterung der KiTa auf insgesamt vier Gruppen vorgesehen.“, erklärt Bürgermeister Detlef Kaatz. „Der 1. Bauabschnitt umfasste die 3-gruppige Kindertagesstätte. Im Zuge des 2. Bauabschnittes für das Begegnungszentrum sollte die Kita um eine vierte Gruppe erweitert werden. Zudem sollten der Bewegungsraum und der Leitungsraum in den 2. Bauabschnitt in das Begegnungszentrum verlegt werden. Das Gebäude hätte ein gemeinsames Erschließungsfoyer mit dem im 2. Bauabschnitt geplanten Begegnungszentrum gehabt. Für das Foyer waren ein barrierefreier Aufzug und eine 2-läufige Treppe geplant.“, so Kaatz weiter.

Der Bauausschuss sprach sich nach umfangreicher Diskussion in der Sitzung am 06.03.2018 für die Vertagung der Angelegenheit aus. Die bis zur nächsten Sitzung am 16.04.2018 stattgefundenen Beratungen machten klar, dass der Planungsentwurf, der die Erweiterung um eine vierte Gruppe vorgesehen hat, nicht umgesetzt werden sollte: Die Politik – insbesondere aber die CDU/FDP-Gruppe sprach sich, aufgrund der angedachten zweigeschossigen Bauweise, deutlich gegen diesen Entwurf aus (s. Protokoll der Ratssitzung vom 27.02.2018). Der Entwurf solle lieber vier Gruppen auf einem Geschoss ohne Anbindung an das Bildungs- und Begegnungszentrum vorsehen. Da jedoch bereits ein Grundsatzbeschluss für das Bildung- und Begegnungszentrum gefasst wurde und die Fläche daher entsprechend aufgeteilt werden musste, sollte dieser Planungsvorschlag nicht realisiert werden. Es wurde eine eingeschossige, jedoch „nur“ dreigruppige KiTa, mit der Option der Erweiterung um eine vierte Gruppe, gebaut.

Die mögliche Erweiterung der KiTa in Klein Schöppenstedt und der KiTa-Neubau in Schandelah wurden in der Sitzung des Bauausschusses am 16.04.2018 ebenfalls bereits als Alternative zu der viergruppigen KiTa vorgebracht.“, verdeutlicht der Bürgermeister. „Vor kurzem standen wir nun in den Beratungen genau an diesem Punkt – nämlich über diese Alternativen zu entscheiden. Da die Politik die langfristige Alternative mit dem Neubau in Schandelah favorisiert und der Erweiterung in Klein Schöppenstedt eher skeptisch gegenübersteht, bleibt der Verwaltung nun also keine andere Möglichkeit mehr, als erneut auf die Modulbauweise auszuweichen, um rechtzeitig ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung stellen zu können.“

Teure Notlösung bei Kindergartenneubau