Teure Notlösung bei Kindergartenneubau

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CDU/FDP/ Haie – Die Mitte-Gruppe bemängelt Containeranbau in Cremlingen

Vor gut einem Jahr wurde die neue Kindertagesstätte im Baugebiet Im Moorbusche in Cremlingen eingeweiht. Schon damals wurde in den vorbereitenden Ausschusssitzungen durch die damalige CDU/FDP Ratsgruppe darauf verwiesen, dass dieser Neubau mit seinen insgesamt 3 Kindergartengruppen nicht den tatsächlichen Betreuungsbedarf abdecken wird. Es sollte doch möglichst so geplant werden, dass im Bedarfsfall modulartig problemlos einfach eine weitere Gruppe angebaut werden könnte.

Verwaltungsseitig wurde dies allerdings anders gesehen, Spielgeräte wurden so aufgebaut, dass ein weiterer Anbau nach Osten nicht möglich bzw. nur mit zusätzlichem Aufwand zu realisieren sein wird.

Nur Monate später, kurz vor Jahresende 2021, stellte die Verwaltung dann fest, dass 25 bis 30 Kinder mehr
da sind als prognostiziert. Um auch ihnen den garantierten Kindergartenplatz zu sichern, soll jetzt auf dem Gelände der neuen Kita Moorbusch ein Container aufgestellt werden und neue Kita-Plätze sollen in Klein Schöppenstedt und in Schandelah gebaut werden. Vorgesehen sind ein Anbau in Klein Schöppenstedt und ein Neubau in der Ortschaft Schandelah. Doch ganz so einfach stellt sich die Umsetzung aus den Beratungen heraus nicht dar. Eine schnelle Realisierung kann an diesen beiden Standorten aus den unterschiedlichsten
Gründen nicht umgesetzt werden. So fehlen der Gemeinde Anfang des nächsten Kindergartenjahres voraussichtlich rund 30 Betreuungsplätze.

Was liegt da näher, als auf die Idee der CDU/FDP Gruppe verwaltungsseitig zurückzugreifen und eine weitere Kindergartengruppe auf dem Grundstück im Cremlinger Gewerbegebiet “Im Moorbusche“ entstehen zu lassen. Dies allerdings nicht als massiver Anbau an das bestehende Gebäude, sondern als Containerlösung, die die Mitglieder der CDU/FDP/HAIE – die Mitte keineswegs als gut erachten. „Wir hätten es gut gefunden, wenn man gleich die entsprechenden Kapazitäten bei dem Neubau berücksichtigt hätte, wie von uns in den Beratungen angeregt. Jetzt ist die Containerlösung wohl der einzige und vor allem kurzfristig zu realisierende Weg, um die Kinder ordentlich zu versorgen“, so Gruppenvorsitzender Tobias Breske.

Die Frage muss politisch erlaubt sein: War das nicht abzusehen und entstehen hier nicht unnötig Kosten, die man sicherlich zum großen Teil hätte einsparen und für andere Projekte einsetzen können?

Jan-Heie Erchinger (Haie), Vorsitzender des Jugend-, Sport-, Sozial- und Kulturausschusses, ist überzeugt: „Auch in den nächsten Jahren werden Familien mit Kindern die Gemeinde Cremlingen für sich entdecken – lebt es sich bei uns doch super in einem starken Kompromiss stadtnah und naturnah gleichermaßen! Umso mehr sollte man in der Infrastruktur mit Weitblick planen. Kinder – ja bitte!’