„Ukrainekrise bleibt bis auf weiteres größte Herausforderung!“

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SPD-Gemeinderatsfraktion besucht Bürgermeister Kaatz

Cremlingen. In der Ukraine tobt unablässig der Angriffskrieg Putins gegen die ukrainische Bevölkerung. Das Ausmaß der Zerstörung ist unbeschreiblich, viele Menschen verloren ihr Leben, Millionen wurden und werden aus ihrer Heimat vertrieben. Der Rat der Gemeinde Cremlingen hat diesen Angriffskrieg verurteilt und wird selbstverständlich aus der Ukraine geflüchteten Menschen Obdach gewähren und Geflüchtete aufnehmen, so wie es in der jüngsten Ratssitzung in einer Resolution beschlossen wurde. Die SPD ist mit der Gemeindeverwaltung in intensiven Gesprächen, um für die kommenden Herausforderungen, die auf die Gemeinde Cremlingen zukommen, gerüstet zu sein. So trafen Mona Wikert und Harald Koch in Vertretung der Ratsfraktion jüngst zu einem Gespräch mit Bürgermeister Detlef Kaatz zusammen.

Kaatz berichtete zunächst, dass die Verwaltung sich auf die neuerliche Herausforderung vorbereitet hat. „Darüber hinaus stimmen wir uns regelmäßig mit den Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeistern ab. Dieses funktioniert gut. Die Gemeinde hat eine zentrale Rufnummer eingerichtet, um gerade auch Hilfsangebote für Geflüchtete entgegenzunehmen: (05306) 802 192″.

Unterkünfte von zentraler Bedeutung

Als wesentlicher Punkt wurde die Frage der Unterkünfte erörtert. Kaatz berichtete, dass neben eigenen Wohnungen auch Wohnungen der Cremlinger Wohnungsbau GmbH für die Unterbringung zur Verfügung stünden. Weitere Möglichkeiten der Anmietung würden derzeit geprüft. „Aktuell haben wir etwa 30 Personen eine Bleibe verschaffen können, überwiegend Frauen und Kinder. Neben der Unterkunft ist auch die Betreuung der Vertriebenen vor Ort sehr wichtig. Dieses gelingt gut, da wir zum Teil auf bewährte Strukturen zurückgreifen können. Neue Helferstrukturen werden unterstützt.“ führt Kaatz aus.

Schulen und Kitas könnten Engpass werden

Mona Wikert wies nochmal auf eine zu erwartende Verschärfung der Situation hinsichtlich der Räumlichkeiten in Schulen und Kitas hin. „Das Raumangebot ist schon jetzt knapp . Wir bitten die Verwaltung daher eindringlich, die aktuellen Projektplanungen zur Verbesserung der Raumsituation unter diesen neuen Rahmenbedingungen nochmal zu hinterfragen und wenn möglich zu beschleunigen.“ Kaatz sicherte dies zu, verwies aber auf die bestehenden Unsicherheiten: „Wir können derzeit nicht sagen, wie viele Kinder dauerhaft in der Gemeinde wohnhaft sein werden. Das macht die Sache für uns nicht einfacher.“

Energie im Blick – für Klima und Geldbeutel

Harald Koch sprach indes die Folgen für das Themenfeld der Energie an. „Wir werden auch langfristig steigende Preise für Energie sehen, sei es Gas oder Strom. Daher bitten wir, gerade bei aktuell anstehenden Maßnahmen, den Ausstieg aus fossilen Energieträgern zu berücksichtigen, beispielsweise bei Heizungssanierungen.“ Kaatz sagt dies zu: „Das Thema Klimaschutz treibt uns ja schon lange um, wir arbeiten stetig an Verbesserung. Denkbar wäre auch, schon geplante Photovoltaikanlagen zeitnah zu errichten. Das ist gut fürs Klima und für den Geldbeutel. Auch das werden wir nochmal prüfen.“ Mittelfristig würden durch das bestehende Klimaschutz- und das initiierte Energiemanagement weitere Verbesserungen auf den Weg gebracht werden.

Foto (privat): Bürgermeister Detlef Kaatz, Harald Koch und Mona Wikert