Unbürokratische Hilfe für Menschen in der Ukraine

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Derzeit erreichen viele Hilferufe aus den Kriegsgebieten der Ukraine Deutschland – so auch den Landwirt Dr. Gunnar Breustedt aus Weddingen im Landkreis Goslar. Ein befreundeter Berufskollege, Dr. Alex Lissitsa, bat um Hilfe für die Menschen seiner Region, die abgeschnitten von der inländischen Versorgung ist. Er ist Vorstandsvorsitzender eines großen, börsennotierten Landwirtschaftsunternehmen (IMK) in der Ukraine. Zusammen mit anderen Experten hat ihn die ukrainische Regierung in das Transportministerium eingezogen, um Lebensmittel zu beschaffen und im Land – so gut es geht – zu verteilen. Zurzeit arbeitet er gemeinsam mit der Regierung von Lemberg (Lwiv) im Westen der Ukraine einen Plan zur Verteilung der dringend benötigten Lebensmittel aus. 90 Prozent dieser Lebensmittel würden laut Lissitsa gegenwärtig in Charkiw und Mariupol verteilt. Noch gebe es Strom zum Backen, sonst müsse auf Holz umgestiegen werden, macht er die dramatische Lage deutlich.

Dr. Gunnar Breustedt nahm daraufhin Kontakt zu Christian Scherb aus Bredelem, Vertreter des Niedersächsischen Landvolks im Kreis Goslar, auf. Sofort sagte der von ihm angesprochene Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für Qualitätsweizenanbau die Einbindung von deren Mitgliedsmühlen zu. Diese leisteten sofort unbürokratische Hilfe. So wurden von sechs niedersächsischen Mühlen umgehend haushaltfähige Mehlpackungen im Wert von rund 30 000 Euro bereitgestellt. Sehr freut sich darüber der Vorsitzende des Landvolks Braunschweiger Land, Ulrich Löhr, über die spontane Antwort einer Mühle, die schlicht nur „Wann, wieviel, wohin?“ lautete. Schnell entwickelte sich daraufhin das Grüne Zentrum in Braunschweig zur Schaltzentrale der Organisation und konnte das Transportunternehmen Adalbert Wandt aus Braunschweig sowie die Firma Mast-Jägermeister aus Wolfenbüttel für die Transport-Logistik gewinnen. Die Firmen stellen kostenlos Lastkraftwagen zur Verfügung, um die Lieferungen der Mühlen, welche zuvor bei der BÄKO zusammengeführt wurden, in ein Umschlaglager nahe der polnisch-ukrainischen Grenze zu bringen. Dieses Umschlagslager für Nahrungsmittel aus ganz Niedersachsen wurde kurzfristig von der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft mit Partnern vor Ort organisiert.

Auch wenn diese eine Lieferung nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein kann, zeigt es doch, wie in der Not hier in der Region großzügig, schnell und unbürokratisch geholfen wird“, betont Ulrich Löhr.

(Personen von links nach rechts; Bildrechte: Arbeitsgemeinschaft für Qualitätsweizenanbau)

Foto: Carsten Petrick (Jägermeister), Michael Irmler (BÄKO), Michael Frey (Mühle Rüningen), Aline Wandt (Wandt Spedition), Stefan Trapp (BÄKO), Andrea Ostheer (Jägermeister), Ulrich Löhr (Landvolk Braunschweiger Land), Carsten Grupe (Arbeitsgemeinschaft für Qualitätsweizenanbau), Dr. Gunnar Breustedt (Landwirt), Wilfried Henties (Landvolk Braunschweiger Land), R. Dickhuth (Wandt Spedition)

Titel-Foto: Carsten Petrick (Jägermeister), Michael Irmler (BÄKO), Michael Frey (Mühle Rüningen) Aline Wandt (Wandt Spedition), Stefan Trapp (BÄKO), Andrea Ostheer (Jägermeister), Ulrich Löhr (Landvolk Braunschweiger Land), Dr. Gunnar Breustedt (Landwirt), Wilfried Henties (Landvolk Braunschweiger Land), Carsten Grupe (Arbeitsgemeinschaft für Qualitätsweizenanbau), R. Dickhuth (Wandt Spedition)

 

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