Vollendeter und versuchter “Enkeltrick”

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Landkreis: Vollendeter und versuchter “Enkeltrick”

   1. Sickte, 05.02.2021, 11:00 - 12:30 Uhr
   2. Wolfenbüttel, 05.02.2021, 16:00 - 16:05 Uhr

Am gestrigen Freitag gab es in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel wieder vermehrt Anrufe von sog. “Enkeltrickbetrügern”. Bei diesen Anrufen geben sich Personen unter einem Vorwand als angebliche Angehörige oder Amtsträger aus, um auf diesem Wege an Bargeld zu kommen.

Im ersten konkreten Fall erhielt eine 81-jährige Frau einen ersten Anruf ihrer angeblichen Tochter, die in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen sei. In einem weiteren Anruf meldete sich eine un-bekannte Frau, die angab, von der Polizei zu sein. Im weiteren Verlauf wurde zur Abwicklung des Verkehrsunfalles ein fünfstelliger Geldbetrag gefordert. Nachdem sich ein in einem weiteren Ge-spräch ein Mann meldete und angab, vom Amtsgericht zu sein, einigte man sich auf die Übergabe eines Betrages in Höhe von 10.000 Euro. Dieser Geldbetrag wurde dann von einem Mann in einem Auto vor der Haustür angeholt. Zu dem Fahrzeug ist lediglich bekannt, dass es sich um einen dunklen Kombi mit einem Kennzei-chen vermutlich aus Hannover gehandelt haben soll. Die Person konnte als männlich, ca. 165 bis 170 cm groß, schlank, vermutlich dunkelbraune Haare, helle Haut und Brillenträger beschrieben werden. Diese Person habe Deutsch mit Akzent gesprochen und habe eine dunkle Schirmmütze, dunkelblaue Jeans, eine dunkelblaue/schwarze Jacke, eine Umhängetasche und Kopfhörer getra-gen.

Hinweise nehmen die Polizei Cremlingen unter der Telefonnummer 05306/932230 oder die Polizei Wolfenbüttel unter der Telefonnummer 05331/9330 entgegen.

Im einem weiteren Fall erhielt eine 78-jährige Frau einen Anruf ihres angeblichen Enkelsohnes, der ebenso in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen sein soll und zur Regulierung des Unfalls 22.000 Euro benötigen würde. Nach einigen Nachfragen seitens der Angerufenen wurde das Gespräch jedoch beendet. Ein Vermögensschaden ist in diesem Fall nicht eingetreten.

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei nochmals folgende
Hinweise:
   - Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht 
     selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern 
     fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst 
     zu nennen.
   - Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als 
     Verwandte oder Bekannte aus geben, die Sie als solche nicht 
     erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige 
     Verwandte/Bekannte wissen kann.
   - Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen 
     Verhältnissen preis.
   - Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie
     sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie 
     die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an 
     und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
   - Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: 
     Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen 
     nahestehenden Personen.
   - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an 
     unbekannte Personen.
   - Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie 
     unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
   - Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie 
     die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei 
     helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend 
     zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
   - Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta 
     Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie
     gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines 
     Telefonbucheintrags wenden Sie sich an Ihren Telefonanbieter.
   - Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und andere
     Wertgegenstände, nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im
     Bankschließfach.

Weitere Informationen unter: www.polizei-beratung.de