Wahl des Landeslistengremiums und Kreisparteitag der CDU Wolfenbüttel

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Wolfenbüttel, Lindenhalle, 26.03.2022

Pünktlich 14 Uhr eröffnete der Vizepräsident des Niedersächsischen Landtags, Frank Oesterhelweg, die Wahl des Landeslistengremiums der CDU für die Landtagswahl 2022. Nachdem er selbst zum Versammlungsleiter gewählt wurde, stellte er die Kandidaten namentlich vor. Die 54 anwesenden Stimmberechtigten entschieden sich mit 52 Stimmen für Frank Oesterhelweg und 50 Stimmen für Holger Bormann. Als Ersatzvertreter wurden Uwe Schäfer mit 51 Stimmen und Sarah Grabenhorst-Quidde mit 50 Stimmen gewählt. Uwe Schäfer hatte leider seine Teilnahme kurzfristig wegen einer Corona-Erkrankung absagen müssen.

Nach einer kurzen Pause begann der ordentliche Kreisparteitag 2022 der CDU Wolfenbüttel.

Nach einer Orchestereinspielung und dem Totengedenken folgte der Bericht des Schatzmeisters Andreas Glier, der einen komplett ausgeglichenen Haushalt vorstellte und von einem für dieses Jahr geplanten leichten Überschuss sprach.

Die Kassenprüfer hatten nichts zu bemängeln und forderten die Entlastung des Rechnungsführers und des gesamten Vorstands.

Bevor Frank Oesterhelweg auf den Überfall auf die Ukraine am 24.2. zu sprechen kam, der ihm persönlich genauso vorgekommen war wie nine eleven, bedauerte er, dass coronabedingt kaum eigene Veranstaltungen stattgefunden und es nur wenige Möglichkeiten der Begegnung gegeben hatte.

Dann sprach er vom momentanen Politiktrend, den die Union beinahe zu hundert Prozent mitzuverantworten habe, wies erneut auf die Leichtgläubigkeit deutscher Politiker hin und bezeichnete den ehemaligen Bundeskanzler Schröder als eine Schande für Deutschland.

Deutschland sei blank, das betreffe nicht nur die Verteidigung, sondern auch die Wirtschaft und die ganze Gesellschaft. Er sprach von einer Rückkehr der Realität und davon, dass die momentan Verantwortlichen ihren Job nicht machen würden, sondern im Katastrophenfall Verluste billigend in Kauf nähmen.

Er habe Recht behalten, worüber man sich ja normalerweise freue, aber in diesem Fall wäre ihm das Gegenteil lieber gewesen. Er fand klare Worte und nannte die Dinge beim Namen, erwähnte aber auch, dass Putin sich zumindest in einem verkalkuliert hat, nämlich in der Annahme, der Westen sei zerstritten, schwach und uneinig, nein: Die EU stehe, die NATO stehe.

In einer von Werner Heise geleiteten Diskussionsrunde wurden Frank Oesterhelweg und der als Ehrengast anwesende MdL Sebastian Lechner gefragt, worauf wir uns in Zukunft einzustellen hätten. Beide waren sich einig, dass noch deutlich mehr Flüchtlinge aus der Ukraine bei uns ankommen werden, dass die Spritpreise sich wahrscheinlich um 2 € einpendeln und das Lebensmittel deutlich teurer werden. Durch diese angespannte Lage dürfe es keine Tabus mehr geben, das Weiterbetreiben der drei verbliebenen Kernkraftwerke und selbst von Kohlekraftwerken müsse in Betracht gezogen werden, „Bio-Mätzchen“ in der Landwirtschaft dürften wir uns nicht mehr erlauben, es sei die Pflicht von Politikern, die Menschen auf Fakten hinzuweisen.

In der anschließenden Talkrunde wurden die beiden Neukandidaten gefragt, wofür sie bei einem Einzug in den niedersächsischen Landtag stehen würden, sollten sie am 9.10. gewählt werden. Sarah Grabenhorst-Quidde versprach, sich für Kinder und Landwirte einzusetzen und Holger Bormann wolle sich für mehr Gründergeist, digitale Bildung und die Vereinfachung von Verwaltungsstrukturen breitmachen.

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