Weitemeier hat kein Verständnis für Ablehnung durch Landkreis

0
511

Pressemeldung

Tempo 30 vor Sickter Grundschule:

Weitemeier hat kein Verständnis für Ablehnung durch Landkreis

Sickte. Ob Sickter Grundschulkinder künftig durch eine Tempo-30-Begrenzung auf der Bahnhofstraße geschützt werden oder nicht, ist ein Thema der Kreispolitik geworden. Nachdem bereits der Sickter Bürgermeister Ingo Geisler (CDU) und die Elternvertretung der Grundschule sich für Tempo 30 auf der Landesstraße L 631 eingesetzt haben, wollte der FDP-Kreistagsabgeordnete Max Weitemeier nun vom Landkreis wissen, wann es so weit ist.

Die Antwort fiel ernüchternd aus: Da der Zugang zur Schule in der Stichstraße Bahnhofstraße und nicht an der Landesstraße liege, sehe man keinen Handlungsbedarf. Der Sickter Weitemeier sieht das anders: „Keinem ortskundigen Bürger ist zu erklären, dass die Grundschule keinen direkten Zugang zur Straße haben soll – die Stichstraße ist als kurze Sackgasse eher eine Einfahrt für wenige Anwohner als eine Straße. Der Ort, wo die Schüler also zum ersten Mal mit dem allgemeinen Straßenverkehr in Berührung kommen, ist die Bahnhofstraße.“ Aus diesem Grund forderten Sickter Eltern wie auch die lokale Politik die Tempo-30-Beschränkung. Weitemeier verstehe die Bewertung der Landkreisverwaltung „nur bedingt“. „Ich hätte an dieser Stelle eine realitätsnähere Betrachtung erwartet.“

Verwundert zeigt sich Weitemeier auch darüber, dass die Verwaltung sich nur auf die direkte Zuwegung bezieht. „Die Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung sieht nämlich grundsätzlich auch eine Einrichtung von Tempo 30 vor, wenn sich eine Schule im Nahbereich befindet.“ Grundschüler lernten erst noch, mit dem Straßenverkehr umzugehen. „Für ihre Sicherheit sollten wir die Möglichkeiten des Gesetzgebers für eine Geschwindigkeitsreduktion im Umfeld von Schulen nutzen.“ Warum der Nahbereich bisher bei der Prüfung durch den Landkreis ignoriert werde, will Weitemeier mit einer Rückfrage an die Landrätin herausfinden. „Wenn es nicht wichtige Gründe gegen Tempo 30 gibt, ist nicht zu verstehen, warum ein so einfaches Mittel für die Sicherheit der Kinder nicht angewandt wird“, sagt der FDP-Kreispolitiker.