Wildpflanzen-Portraits: heimische Arten, bebildert & kostenfrei!

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Presse-Info:

Berlin, 16.05.2022. Die Initiative „Deutschland summt!“ bietet den Medien jeden Monat ein kostenfreies Pflanzenportrait an. Auf Facebook sind die Portraits bereits ein Hit: Über 1.000 Likes erzielte der Huflattich im vergangenen Jahr. Nutzen auch Sie dieses Angebot. Begeistern Sie Ihre Leserschaft für Wildpflanzen!

Weil viele heimische Wildpflanzen nicht so auffällig blühen wie Zierpflanzen, sind sie fast in Vergessenheit geraten. Hinzu kommt: Flächenverluste, Herbizide und die Überdüngung der Landschaft machen Ihnen zu schaffen. Umso schöner, wenn wir ihnen in unseren Gärten zum Comeback verhelfen können – mit Naturgärten. Welche Wildpflanzen dort gerne wachsen, zeigen die Portraits!

Die Kinderzeitung des Weser-Kurier nutzt die Pflanzenportraits bereits, ebenso der Eisenbahn Landwirt und das Informationsportal ökolandbau.de. Das sind ganz unterschiedliche Medien und Zielgruppen, was zeigt, wie vielfältig einsetzbar die Texte sind. Gerne überlassen wir auch Ihnen monatlich diese Kurztexte inklusive Bildmaterial. Melden Sie sich dazu einfach bei uns!

Aktuelles Pflanzenportrait für den Monat Juni 2022:

Der Bienenmagnet am Wegesrand

An Straßen- und Wegesrändern streckt nun eine Pflanze ihren Blütenstand in die Höhe, die eine der Lieblingspflanzen für Wildbienen & Co. ist: der Gewöhnliche Natternkopf. Der Name kommt wahrscheinlich von seiner Blütenform, die an einen Schlangenkopf samt Zunge erinnert. Die langen Staubgefäße sehen wie eine gespaltene Reptilienzunge aus.

Die Blüten bieten allerhand Nektar und Pollen. Dementsprechend beliebt sind sie bei Faltern, Schwebfliegen und Bienen: So fliegen gut 40 Wildbienenarten auf ihn, wie die spezialisierte Natternkopf-Mauerbiene, die ohne ihn nicht überleben kann. Bei den Schmetterlingen sind es sogar fast 50 Arten. Dazu gehören Schönheiten wie die Goldene Acht, der Segelfalter und der Schwalbenschwanz. Wer sie in den Garten locken will, liegt mit dem Natternkopf richtig.

Am besten wächst er auf kargen Stellen in voller Sonne. Viel mehr Ansprüche hat er nicht. Er ist zweijährig und bildet im ersten Jahr lediglich eine Blattrosette und eine lange Pfahlwurzel. Im zweiten Jahr geht er in Blüte. Die Blüten sind zuerst in rosa gehalten. Dann enthalten sie noch viel Nektar. Später verfärben sie sich blau. Wie seine Verwandten Lungenkraut und Borretsch zeigt der Natternkopf den Insekten über die Blütenfarbe an, ob bei ihm noch viel Nahrung zu holen ist. Nach der Blüte ist sein Lebenszyklus etwa im August des zweiten Jahres abgeschlossen. Vorher samt er sich noch großzügig aus. So ist auch in den kommenden Jahren der Tisch für die Insekten reich gedeckt.

Wir Menschen sollten jedoch auf den Verzehr verzichten. Zwar wurde der Gewöhnliche Natternkopf früher in der Volksmedizin verwendet, die Dosierung ist jedoch schwierig. Bei uns Menschen punktet er mit seiner Schönheit. Machen Sie den Bienen und sich selbst eine Freude. Holen Sie sich den Natternkopf auch in Ihren Garten!

Zeichen mit Leerzeichen: 1.836; Copyright: Stiftung für Mensch und Umwelt

Wer braucht Wildpflanzen eigentlich?

Wildpflanzen sind perfekt an die hiesigen Klima- und Bodenbedingungen angepasst und daher ausge-sprochen pflegeleicht. Sie liefern lebenswichtige Nahrungsgrundlagen für Insekten und damit für viele weitere Tiere. Zehn bis 80 Tierarten profitieren von einer einzelnen Wildpflanzenart! Viele Wildbienen sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Ohne Glockenblumen im Garten werden dort auch nie die Glockenblumen-Scherenbienen zu beobachten sein. Heimische Wildpflanzen unterstützen also auch die Artenvielfalt bei den Tieren.

Wer sich auf die Pflanzen einlässt, wird bald auch deren dezenten Charme wiederentdecken. Wer das geschäftige Summen, Brummen und Flattern in einer Wildblumenwiese beobachtet, wird sich bald die Frage stellen, wieso großblütige Dahlien, gefüllt mit sterilen Blütenblättern anstatt mit nahrhaftem Pollen, besser in den Garten passen sollten als kleinblütige Insektenmagneten. Womöglich kommt auch die Erinnerung, dass es früher möglich war, wunderschöne Blumensträuße vom Wegrand zu pflücken. Und es wird bewusst, wie lange das schon nicht mehr geht.

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