Witz-Licht 6

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Um es gleich vorwegzunehmen: Ich verabschiede mich von der Idee eines Basketball-Galgens in Destedt (siehe Witz-Licht 5). Zu nah an der Straße und mit Mundschutz und so ganz alleine macht Basketball keinen Spaß. Wie so manch andere Sportarten auch nicht.

Da klatscht man doch lieber in der Kabine die Mannschaftskameraden ab, gibt jedem Mitspieler die Hand und versucht sich dann damit zu entschuldigen, dass dies doch das allererste selbstgemachte Video wäre und außerdem sei man ja jung. Nein, auch Jungsein schützt vor Torheit nicht, das ist kein Altersprivileg.

Aber dank Hertha BSC wissen wir wenigstens, wie es bei den anderen Profifußballmannschaften ebenfalls aussehen wird. Aber Vorsicht! Wer es filmt und veröffentlicht, bekommt die rote Karte, vor dem Spiel und danach natürlich auch. Und wie immer während des Spiels, falls der Körperkontakt regelwidrig und damit zu doll war.

Aber jetzt bin ich zu sehr ins Spielerische abgeglitten, zurück zum Anfang: Galgen ade und nein auch keinen Pranger, an dem Gassenreinigungsverweigerer mit den Sachen beworfen werden, die nicht in den Gelben Sack gehören und dennoch drin steckten. Wollen wir auch nicht, schließlich machen wir keinen kurzen Prozess. Wir führen lange Prozesse und verklagen all die, denen wir die Schuld geben. Für das Tragen von Mundschutz, für das Ausgehverbot, für die Nichtausübung von Tätigkeiten, für die Nichtbeschulung unserer Kinder, für die ständige Anwesenheit des Ehepartners und überhaupt für alles Unangenehme.

Bleibt zu hoffen, dass diese beklagenswerten Kläger sämtliche Prozesse verlieren, möglichst aber erst in der dritten Instanz, weil dann die Gerichtskosten am höchsten sind. Selbige bekommen die Prozess-Verlierer selbstverständlich aufgebrummt und so fließt wenigstens ein Teil der Corona-Hilfe wieder zurück ins Staatssäckel. Nennt man Wirtschaftskreislauf.

Wie verklage ich einen Virus? Hat Noah damals eigentlich Gott verklagt? Aufwandsentschädigung für den Bau einer Arche gefordert? Wenn dem Allmächtigen der Sinn nach Sintflut steht und ausgerechnet Noah überleben soll, dann hätte Gott doch gefälligst eine Arche zur Verfügung stellen können. Außerdem hätte er Noah erlauben müssen, zwei gute Kumpels mitnehmen zu dürfen. Was will man denn machen außer Skat spielen, wenn es draußen tagelang plattert?

Kritiker werden einwenden, dass letzteres nicht zwingend notwendig gewesen sei, schließlich war ja eine Frau mit an Bord und Noah hätte mit ihr ein Spielchen wagen können, das man zu zweit spielen kann. „Schiffe versenken“ zum Beispiel.

Was lehrt uns das? Gott ist kein Virus und ein Virus ist kein Gott, auch wenn es beinahe allmächtig zu sein scheint. Und endlich sollten wir auch die positiven Corona-Seiten sehen: Die Dumpfbacken von Pegida sind beinahe über Nacht verschwunden, Greta ist weg und die Schulschwänzer sehnen sich danach, endlich wieder von Montag bis Freitag ihren Lehrern gegenübersitzen zu dürfen.

Was fehlt nun noch? Ach ja, die Verschwörungstheorie. Da gab es doch schon mal einen, der für andere Menschen Verhaltensregeln aufgestellt hat, ja, der war auch aus Norddeutschland, wenn auch nicht aus unserer Gemeinde. Von einem gewissen Freiherrn von Knigge ist die Rede, gebürtig aus Bredenbeck bei Hannover. Der hat nicht einfach nur Benimm-Regeln aufgestellt, der war ein wichtiges Mitglied des Illuminaten-Ordens, sozusagen federführend. Dieser Geheimbund soll ja angeblich immer noch aktiv sein. Sollte man mal einen von ihnen treffen: Abstand halten und nicht vergessen: Da reichen zwei Meter bei weitem nicht aus!

Zum Schluß muss ich auch mal ein wenig klagen: So langsam geht mir dieser ganze Corona-Scheiß auf die Nerven! Wie reimt man doch so schön: Im Mai ist alles vorbei! Fragt sich nur, ob nächsten Mai, übernächsten oder den in drei Jahren.

Bis neulich, Ihr Witz Witzkewitz.