Zu wenig Wasser in den Flüssen – Landkreis untersagt Wasserentnahme

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Presseinformation Landkreis Wolfenbüttel 15.07.22

Die Flüsse und Bäche im Landkreis Wolfenbüttel führen wegen der lang anhaltenden Trockenheit viel zu wenig Wasser. Daher hat der Landkreis Wolfenbüttel die Wasserentnahme durch Pumpen bereits zum 1. Juli 2022 untersagen müssen. Eine entsprechende Allgemeinverfügung veröffentlichte der Landkreis am 30. Juni 2022 im Amtsblatt.

Auch Privathaushalte oder Gewerbe, die derzeit eine gültige Erlaubnis durch den Landkreis haben, dürfen kein Wasser mehr aus den Flüssen abpumpen. In begründeten Fällen erteilt die Untere Wasserbehörde eine Ausnahme, etwa, wenn eine gewerbliche Existenz bedroht ist. Voraussetzung dafür ist ein Antrag an die Untere Wasserbehörde des Landkreises.

Es besteht die Gefahr, dass bei weiteren Wasserentnahmen der Naturhaushalt in den Gewässern dauerhaft gestört wird. Dies hätte schwerwiegende Folgen für den Wasserhaushalt und die Gewässerökologie. Wasser, was abgepumpt wird, kann derzeit nicht mehr durch Regen oder Grundwasser aufgefüllt werden.

Der Landkreis Wolfenbüttel überwacht die Einhaltung des Wasserentnahmeverbots. Verstöße dagegen sind eine Ordnungswidrigkeit und können mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Titelfoto: Der Hahnenbeek in Bornum ist eines der Gewässer, das derzeit wenig Wasser führt.

Die Alte Ilse zwischen Bornum und Dorstadt ist trockengefallen, das Foto wurde unterhalb der Straßenbrücke der K 27 aufgenommen.  Foto: Landkreis Wolfenbüttel