Zukunftsweisende Überlegungen für Dorferweiterung im Nordwesten von Destedt

0
215

Pressemeldung 20.06.22

Ein neues Baugebiet in Destedt – vermutlich für längere Zeit die letzte Möglichkeit, den Ort zu erweitern und zukunftsweisende Konzepte eines lebenswerten Wohnumfelds für Jung und Alt umzusetzen. Entsprechend lang und vielfältig ist die Wunschliste, mit der sich eine parteiübergreifende „Arbeitsgruppe Lehmkuhlenbreite“ des Ortsrates seit einiger Zeit beschäftigt.

Beim letzten Treffen stellte die Arbeitsgruppe dem Ortsbürgermeister Diethelm Krause-Hotopp und Petra Köhler vom Ortsrat vor, was zusammengetragen wurde:

Keine reine Ansammlung von Einfamilienhäusern soll es werden, sondern eine Mischung verschiedener Gebäudeformen für generationenübergreifendes Wohnen unter ökologischen Gesichtspunkten bieten. Experten raten dazu, Wohneinheiten kleiner zu denken und nachhaltiger zu bauen um Kosten und Ressourcen einzusparen, damit Wohnen auch weiterhin bezahlbar bleibt.

Zukunftsweisende Bauweisen wie beim Passivhaus-Standard und Technologien wie Photovoltaik und Erdwärme anstatt fossiler Energieträger sowie ökologische Dämmstoffe gehören ebenso dazu wie Anschlüsse für E-Mobilität, oberirdische Regenwasserführung, Begrünung von Carports- um nur einige Beispiele zu nennen.

Maximal 2-geschossige Mehrfamiliengebäude und Reihenhäuser mit barrierefreien Wohnungen im Erdgeschoss für Senioren, die ihr zu groß gewordenes Haus aufgeben, aber in Destedt bleiben möchten und Mietwohnungen für junge Leute, die sich verselbständigen wollen.

Gemeinschaftsräume z.B. zur Unterbringung von Gästen oder für Feierlichkeiten etc. und evtl. auch für eine Sozialstation wären wünschenswert, so dass eine lebendige Gemeinschaft entstehen kann.

Sowohl Anmietung als auch Erwerb sollten möglich sein, wobei Erbpachtmodelle und Investitionen der Cremlinger Wohnungsgesellschaft CWG denkbar sind.

Bei der Gestaltung der Freiflächen sollen ebenfalls Möglichkeiten für soziale Kontakte sowie die Barrierefreiheit berücksichtigt werden. Eine begrünte Ausgleichsfläche am Nord-und Westrand soll das Baugebiet umschließen, den Ort abrunden und entlang des Grabens einen Rad-und Fußweg zwischen Trift und Schulenroder Straße enthalten.

Nicht zuletzt könnte in diesem Baugebiet auch eine neue, größere Kindertagesstätte entstehen und damit der Grundschule eine Erweiterung am bisherigen Kita-Standort ermöglichen.

Bedarf für ein neues Feuerwehrgerätehaus wurde angemeldet, weil am Standort Destedter Hauptstraße der Platz nicht mehr ausreicht für eine zeitgemäße Unterbringung von Fahrzeugen und Nachwuchsförderung.

Beide Einrichtungen könnten in 1-2 Gebäuderiegeln entlang der Trift entstehen und so die Wohnbebauung zur Hauptverkehrsader abschirmen.

Wer mehr dazu wissen möchte und vor allem wie und wann es weitergeht, kann sich Ende August bei der nächsten Ortsratssitzung informieren.

Das Foto zeigt einige Mitglieder der Arbeitsgruppe nach dem letzten Treffen: Foto: Krause-Hotopp

Helmut Leunig, AG-Sprecher Hubertus Holtz, Uwe Feder, Michaela Steuer-Friedrich, Sabine Auschra, Petra Köhler Nicht zu sehen sind Stefanie Barz, Andreas Hettwer und Thomas Klusmann